Kinesiologie

 

Wenn Sie das Wort Kinesiologie fließend aussprechen können, ist bereits die erste Hürde geschafft. Ich habe dafür einige Zeit gebraucht. Das Wort leitet sich ab aus den griechischen Wörtern  kinesis  =  Bewegung  und  logos  =  Lehre,  also die Lehre von der Bewegung. George Goodheart aus Detroit / USA hat die Kinesiologie in den 60iger Jahren ins Leben gerufen. Dr. John F. Thie / Kalifonien leistete einen großen Beitrag, indem er in den 70iger Jahren die Methode „Touch for Health“ (wörtl. Berühren für die Gesundheit) vielen Laien zugänglich machte. Damit war die Verbreitung nicht mehr aufzuhalten. „Brain Gym“ (Gehirngymnastik) ist vielen im pädagogischen Bereich vertraut. Das Gehirn wird über gezielte körperliche Bewegung angeregt und arbeitet dadurch effektiver. Unzählige kinesiologische Spezialisierungen haben sich in all den Jahren entwickelt. Das Herzstück ist jedoch bei allen gleich:

 

Der beeindruckende Muskeltest. Er ist das Handwerkszeug in jeder kinesiologischen Arbeit. Das Prinzip ist sehr einfach. „Strecken Sie mal Ihren Arm aus“ haben schon manche beim Therapeuten gehört, um z. B. ein Medikament zu ermitteln. Zur Verwunderung blieb der Arm einmal mühelos oben und ein anderes Mal ging er runter wie Butter, obwohl gleicher Druck auf den Unterarm ausgeübt wurde. Der Muskeltest ist ein

 

biologisch funktionierendes Muskelreflexsystem. Wenn Sie z. B. an eine sehr schöne Situation denken, bleibt der Arm oben, denken Sie jedoch an etwas Unangenehmes, dann geht er runter. Der Test reagiert auch auf Sprache. Wenn Sie sagen „Ich trage eine rote Hose“ und das stimmt, bleibt der Arm oben, wenn Sie dagegen sagen, dass Ihre Hose blau sei, geht er runter.

 

Also:

  • angenehme Situation              kein Stress        Arm bleibt oben
  • unangenehme Situation         Stress                 Arm geht runter
  • zutreffende Aussage              JA                        Arm bleibt oben
  • falsche Aussage                       NEIN                   Arm geht runter
     

Das ist ein leicht zu erlernendes Prinzip mit dem wir Zugang zu bewussten und unbewussten Inhalten haben. In unserem Nervensystem und in unseren Zellen werden alle gemachten Erfahrungen als Informationen gespeichert. Es wird auch von Zellgedächtnis gesprochen. Der Muskeltest ist ein wunderbares Klärungswerkzeug, mit dem wir Ursachen für Ungleichgewichte in Körper, Geist und Seele finden und - was noch wichtiger ist – es lassen sich individuelle Lösungen ermitteln!

 

Das Prinzip ist wie gesagt einfach, aber eine

 

Kunst besteht darin, die richtigen Fragen oder Aussagen zu treffen. Dafür sind ein klarer, vorurteilsfreier Geist, Wissen und Intuition erforderlich. Das wussten bereits in den 90iger Jahren die Musiker Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knaus, die eigens ein Programm für Kollegen entwickelten. Mit ihrer

 

Musikkinesiologie begann mein eigener Weg 1994, was nicht gerade typisch war. Dennoch war es für mich ein gelungener Einstieg, denn wir lernten das Basiswissen unterschiedlicher kinesiologischer Richtungen, die ich in weiterführenden Kursen vertiefte. Musiker sind bekanntermaßen oft sehr sensible Wesen. Verletzliche Stellen können wir Menschen aus guten Gründen gut verbergen. Das ist wichtig für unser Leben und Überleben, also ein nützlicher Schutzmechanismus! Wir sind aber nicht immer in Gefahr und dann stehen diese Schutzmechanismen unserem Lebensfluss, unserer Kreativität und unserer Lebensfreude manchesmal im Wege. Wenn beeinträchtigende Faktoren direkt beim Namen genannt werden, dann zeigen sie sich auch im Muskeltest.

 

Unser Unbewusstes muss sich sicher sein, dass es hier gut aufgehoben ist und dass wirkliche Hilfe angeboten wird. Die beiden Musiker entwickelten viele effektive Lösungswege Stress aufzudecken und zu reduzieren, die oft obendrein richtig Spaß machten.

 

Was für Musiker gilt, gilt erst Recht für

 

Menschen mit schweren Krankheitssymptomen

Die Fachärztin für Ganzheitsmedizin und psychotherapeutische Medizin Dr. med. Sonja Reitz aus Hamburg hat die Kinesiologie naturwissenschaftlich deutlich weiterentwickelt.  Über viele Jahre hat sie an Patientinnen und Patienten das feine Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele erforscht. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte sie spezielle Tests, die sie, in der von ihr entwickelten Methode „Body-Mind-Soul Kinesiologie oder BMS-Kinesiologie®“, zusammenfasste.

 

In den Ausbildungsseminaren, als Kursassistentin, bei Hospitationen, in meiner eigenen Praxistätigkeit, in der Leitung von Arbeitskreisen und an mir selbst habe ich sehr erstaunliche, positive Ergebnisse beobachten können. Allein das Verstehen von Zusammenhängen kann Heilungsimpulse auslösen und Symptome überflüssig machen. In der BMS-Kinesiologie® werden mit dem Muskeltest Therapien ermittelt, die eine Antwort auf die Ursachen der Symptome geben. Zur Umsetzung gehört auch die optimale zeitliche Reihenfolge der Anwendungen. Schulmedizinische Diagnoseverfahren werden gezielt hinzugezogen.

 

Die Therapie schwerer Erkrankungen ist in Deutschland Ärzten vorbehalten. Als Heilpraktikerin unterstütze ich Sie gerne mit begleitenden Maßnahmen auf den körperlichen und seelischen Ebenen, die ich immer für Sie individuell ermittle.

 

Neulich hörte ich einmal sinngemäß den Satz:

 

„Wenn die Türen der Therapie auch geschlossen sind,

 

das Fenster der Heilung bleibt immer geöffnet“.

 

Heilung kann niemand versprechen, aber  ES  kann zu jeder Zeit im Menschen heilen. Ich bin davon überzeugt, dass es viel mehr geöffnete Fenster gibt, als wir erahnen …